Nationalpark "Unteres Odertal"

Tier und Pflanzenwelt

Im Unteren Odertal wurden 13 Amphibien- und Reptilienarten, 56 Molluskenarten, 36 Fisch- und Säugetierarten festgestellt, darunter Biber, Fischotter, Quappe und Wels. 235 Vogelarten wurden nachgewiesen, darunter solche wie Seeadler, Schwarzstorch, Kranich oder der fast ausgestorbene Seggenrohrsänger.
Grosse Bedeutung hat das Untere Odertal als Rast-, Brut- und Überwinterungsplatz zahlreicher Vogelarten, vor allem verschiedener Gänse- und Entenarten.

Das ganze Jahr über kann man an kostenlosen Führungen und Exkursionen im Nationalpark teilnehmen.

Auch der Fischotter hat im Unteren Odertal ein ideales Rückzugsgebiet, geschützt vor dem Autoverkehr. Andre Pataki und seine Kollegen von der Naturwacht in Schwedt büffeln schon jetzt fleißig Polnisch, »denn unser Ziel ist ein Internationalpark«, erklärt der Park-Ranger.

Per Fahrrad unterwegs auf dem Deich, greift Pataki immer wieder zum Fernglas. Einmal entdeckt er in einem Baumwipfel einen Seeadler, dann macht er seine Begleiter »auf die fliegenden Zigarren« aufmerksam, wie er die Kormorane nennt. Von der Bewachung der Adlerhorste bis zur Öffentlichkeitsarbeit, vom aktiven Umweltschutz bis zur Führung von Besuchergruppen reichen Patakis Aufgaben. Wenn ab Mitte April wieder Ebbe in den Poldern herrscht, strömen die Besucher durch den zum Teil noch immer landwirtschaftlich genutzten Nationalpark.

Das Untere Odertal leuchtet dann in sattem Grün, dazwischen funkeln die überaus fischreichen Altarme der Oder, an denen die Sommerwege vorbeiführen. Spielt auch noch das Wetter mit, kommen Pataki und seine Kollegen kaum hinterher, den Wissensdurst der Besucher zu stillen. Die Park-Ranger berichten bei ihren Führungen, dass das Untere Odertal wie ein gigantischer Filter für rund 150 Millionen Kubikmeter Wasser wirkt.

Dass hier allein 230 Vogelarten leben. Und dass eine natürliche Fluss-aue den besten Hochwasserschutz darstellt. Während der Jahrhundertflut 1997 hätte die Oder weiter südlich beinahe ihr Deichkorsett gesprengt und das von Friedrich dem Großen trockengelegte Oder-bruch überflutet. Im Unteren Odertal dagegen bestand kaum eine Gefahr, da man hier dem Wasser einen genügend großen Überflutungsraum bietet. Worauf es ankommt, ist eben ein freier Fluss für den Fluss.

Flußauenlandschaft im Nationalpark Unteres Odertal Flussauenlandschaft im Nationalpark "Unteres Odertal"

Die Lage

Er ist von Anfang an als Bestandteil eines deutsch-polnischen Naturschutzprojektes angelegt worden, das auf einer Länge von über 60 km das untere Odertal umfaßt. Im Verlauf der nächsten 15 Jahre sollen 50% des Nationalparks als Totalreservat sich selbst überlassen werden.

Er befindet sich zwischen Hohensaaten und Sczcecin und ist ca. 5 km breit und 60 km lang.
Er hat grosse Bedeutung für den Hochwasserschutz, was es zuletzt beim Jahrhunderthochwasser 1997 der Oder unter Beweis gestellt hat.
Das Gebiet weist eine grosse Artenvielfalt auf. Es wurden 286 Pflanzenarten gezählt. Es gibt hier Feuchtwiesen und Auenwälder, Trockenrasen und naturnahe Laubmischwälder.

Kontakt

Nationalpark Unteres Odertal
Nationalpark Unteres Odertal Bootsweg 1
16303 Schwedt/Oder
fon.: 03332/ 25470
fax: 03332/ 254733
im Internet

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