Sehenswürdigkeiten in der Stadt Gartz
St. Stephanskirche

Der Baubeginn der Kirche geht bis in das 13. Jh. zurück. Das heutige Kirchenschiff wurde in der 2. Hälfte des 14. Jh. als Halle vollendet.
Im 15. Jh. erfolgte der Neubau des Chores durch Heinrich von Brunsberg. 1945 brannte der Turm und das Kirchenschiff aus. 1954 bzw. 1982 bis 1987 erfolgte ein teilweiser Wiederaufbau. Seit 1993 finden hier alljährlich Konzerte statt.
Kanonenschuppen

1850 als Magazin für das Militär erbaut diente er 30 Jahre als Kanonenlager.
Nach Abzug des Militärs, ca. 1871, wurde er als Feuerwehrdepot und Bergehalle genutzt.
Nach 1945 entstand dort eine Obdachlosenunterkunft. Er wurde 1995 als öffentliche Kulturstätte für die Stadt und ihre Besucher nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten übergeben.
Rathaus

Das Rathaus wurde 1900 bis 1904 vom Baumeister Ch. Steinweg erbaut und als Amtsgericht und Gefängnis genutzt.
An der Sandsteinsäule im Eingangsbereich ist das Kopfbildnis des ehemaligen Amtsrichters Vendt verewigt. Seit 1953 dient das Gebäude als Rathaus.
Das Ackerbürgermuseum

Das Ackerbürgermuseum besteht aus dem Stettiner Tor, aus dem 13. Jh. und dem ehemaligen Torwächterhäuschen. Das Stettiner Tor ist ein rechteckiger Quaderbau aus schweren Findlingen und Backsteinen. Die sehr alte Außentür von 1751 führt direkt auf die Bundesstraße B2. Diese Tür wird aus Sicherheitsgründen nicht mehr als Eingang für das Ackerbürgermuseum genutzt. Der Eingang erfolgt nun über das angrenzende Torwächterhäuschen. Beide Gebäude sind über einen Durchgang miteinander verbunden. Die drei Obergeschosse des Stettiner Tores sind über einen engen gewölbten Treppenaufgang zu erreichen.
In zwei der drei Obergeschosse wird die ständige Ausstellung zum Leben und Arbeiten in der Ackerbürgerstadt Gartz aufgeführt.
In der ersten Etage befinden sich Exponate des bürgerlichen Haushalts. In der zweiten Etage werden landwirtschaftliche Ausstellungsstücke gezeigt.
Das dritte Obergeschoss ist wechselnder Ausstellungen vorbehalten. In der Spitze des Stettiner Tores besteht die Möglichkeit aus der Luke herauszuschauen. Von hieraus hat man bei klarem Wetter einen weiten Blick über Gartz und den Nationalpark Unteres Odertal.
Die Luckower Bockwindmühle

Die Luckower Bockwindmühle wurde in den letzten Jahren in mühseliger Kleinarbeit
saniert. Seit dem 1.Juni 1998 kann man sie von aussen und von innen besichtigen.
In die Mühle gelangt man über eine steile Treppe, die den Weg ins knarrende
Innere eröffnet. Schaut man durch die Fensterluken, öffnet sich einem die leicht
gewellte Umgebung. Besonders interessant sind die Balkenkonstruktion und die
großen Räder und Wellen im Inneren.
Die Salveymühle

Schon vor über 750 Jahren begannen die Zisterzienser im Salveytal bei Gartz mit Hilfe der Wasserkraft Korn zu mahlen und Holz zu sägen. Über Jahrhunderte entstanden insgesamt fünf prägende Mühlen dieser Landschaft. Die letzte noch vorhandene Salvey Mühle 3 empfängt noch heute ihre Gäste.
Das frühere Mühlenleben kann hier nachempfunden und altes Mühleninventar bewundert werden. Die Besonderheit der Salvey Mühle 3 ist, dass sie Mahl- und Sägemühle zugleich war. Auf der Ausstellung der Mühle kann man Geheimnisse der alten Mühle, ihre Geschichte und auch Zeugnisse dr Nutzung regenerativer Energien aus den letzten Jahrzehnten bestaunen.
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