Rundgang durch die Altstadt von Angermünde
Zur Geschichte von Angermünde
Im Grenzland der Oder entstand um 1200 die Angermünder Burg an der Kreuzung wichtiger Handelsstraßen. Das angenommene Stadtgründungsdatum von 1233 geht auf den brandenburgischen Markgrafen Johann I. zurück.
Wenig später um 1250 ließ sich der Orden der Franziskaner hier nieder. Die Mönche waren am ersten großen "Ketzerprozess³ von 1336 gegen die Waldenser beteiligt. Das Aussterben der askanischen Markgrafen 1320 führte zu häufigem Besitzwechsel der Stadt. Erst mit der Schlacht von Angermünde 1420 eroberten die Brandenburger die Stadt endgültig zurück.
Am Ende des 30-jährigen Krieges lebte nur noch ein Zehntel der Bevölkerung bzw. waren vier Fünftel der Häuser unbewohnbar. Erst die Ansiedlung von Hugenotten und Pfälzern ab 1687 sowie die Einrichtung einer Garnison 1694 brachten neuen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich insbesondere im 19. Jahrhundert fortsetzte. Mit der Ernennung zur Kreisstadt 1817, dem Bau der Bahnlinie nach Stettin 1842/43 und der Industrialisierung, begann die Stadt über die historische Altstadt hinaus zu wachsen.
Der Erste und Zweite Weltkrieg forderte von den Angermündern zahlreiche Opfer. Durch die kampflose Übergabe der Stadt 1945 blieb der Ort von Kriegsschäden verschont. Nach 1945 entwickelte sich Angermünde zum regionalen Zentrum der landwirtschaftlich geprägten südöstlichen Uckermark.
