Geschichten und Sagen aus der Uckermark
Küselwind bei Stolzenhagen (2)
Einmal waren die Leute von Stolzenhagen bei der Ernte beschäftigt, u nd die Ähren lagen schon in Schwaden; kommt auch so ein Küselwind daher. Der soll uns nichts tun, sagte einer, nimmt ein Messer und, wie der Küselwind dicht heran ist, wirft er es mit der Spitze hinein.
Richtig ist auch alles verschwunden gewesen; von dem Messer war aber keine Spur zu finden, so viel sie auch gesucht. Wie die Stolzenhagener nun aber im Winter mit Weizen nach Oderberg fahren, ist es dem Bauern wunderbar ergangen.
Er hatte be im Bäcker schon abgeladen und geht in die Stube, wo der Bäcker ihnen ein Frühstück hingesetzt hatte, wie dies so Sitte ist. Da sieht er auf dem Tisch sein Messer liegen, der Bäcker aber hinkt.
