Berlischky Pavillion Schwedt

Die Lage

Den Berlischky Pavillion findet man unmittelbar an der Magistrale der Stadt gelegen, nur wenige hundert Meter vom Theater Schwedt entfernt. Die ehemals kleine Kirche im seltenen ovalen Grundriß wurde als Grabkapelle der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt vom bekannten Barock-Baumeister George Wilhelm Berlischky entworfen und erbaut.

Geschichte und Nutzung

Der Legende nach soll ein Markgraf mit der Errichtung der kleinen Kirche ein der Mutter Maria im Siebenjährigen Krieg gegebenes Gelübde eingelöst haben. Zunächst wurde sie als Gotteshaus der französisch-reformierten Gemeinde, später als Gedächtnishalle und nun nach umfassender Rekonstruktion, als Konzert und Festhalle der Uckermärkischen Bühnen Schwedt genutzt.

Dieser Pavillion wurde vor wenigen Jahren von erfahrenen Fachleuten nach denkmalpflegerischen Richtlinien rekonstruiert, Noch heute, trotz moderner Bestuhlung,hat der die Feierlichkeit einer Kirche. Die barocke Kanzel wie auch die Orgelempore sind zu bewundern. Das Licht fällt noch immer in breiten Kegeln aus den hohen Fenstern auf die Stelle des ehemaligen Altars. Der Klang der Stimmen und Musik ist auch im leisesten Pianissmo von jedem Platz des Pavillions zu verstehen.

Das warme, festliche Licht, das aus den Kristallüstern des Kronleuchters strahlt, trägt ebenso wie der kostbare Steinway-Stutzflügel, zum einmaligen Gelingen jeder Veranstaltung bei.

Die Geschichte in Stichpunkten...

  • 1777-1779 Bau der Kirche nach einem Entwurf und unter Leitung von George Wilhelm Berlischky, Gesamtkosten 3068 Taler
  • 29.8.1779 Einweihung im Beisein des Markgrafen Friedrich Heinrich
  • 1777-1783 Erster Prediger: jean Pierre Roland
  • 1785 Beendigung der Innenausstattung
  • 1779 Zweiter Prediger: Daniel Auguste Chodowiecki, Neffe des bekannten Berliner Kupferstechers seit 1814 Gottesdienste in deutscher Sprache, vorher ausschließlich französisch
  • 1833 Einrichtung des Orgelchores
  • 1846 Einbau der Orgel
  • bis 1912 Kirche der französischen Gemeinde
  • 1914 - 1918 Renovierung durch Hofkammer
  • 1925 Ex-Kaiser Wilhelm II. schenkte der Stadt Schwedt das Bauwerk, Erinnerungstafel an der ehemaligen Eingangstür
  • 1.10.1926 Übergabe der jetzigen Gedächtnishalle an die Stadt
  • 25.11.1928 Einweihung durch den Bürgermeister Wagemann
  • 26.11.1933 Einweihung der Ehrentafel mit den Namen von 251 gefallenen Schwedter Bürgern
  • 1934 Erneute Instandsetzung
  • 1950 Ausbau der Orgel
  • 1951 Einbau der Glocke
  • bis 1976 Kirche der französischen Gemeinde, danach Sanierung mit dem Ziel "sie für eine kulturelle Mehrzwecknutzung" zu erschließen


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